Zurück zur Natur: Eine sehenswerte Ausstellung ergründet die „Lebensreform“

Um das Jahr 1900 verdichteten sich die Hinweise auf die Schattenseiten des technischen Fortschritts: Der urbane Mensch hatte sich eine künstliche Umgebung geschaffen und schien der Natur entfremdet – mit schädlichen Folgen für Körper, Seele und Geist. Hier setzten die „Lebensreformer“ an: Sie strebten zurück zur Natur. In der aktuellen Wechselausstellung des Museums LA8 in […]

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Ein Mensch der Zeitenwende: Der Mönch, Mathematiker und Ingenieur Thaddäus Rinderle

Aus einfachen Verhältnissen stammend, trat Thaddäus Rinderle als junger Mann ins Schwarzwaldkloster St. Peter ein. Doch sein Leben war nicht das eines gewöhnlichen Mönchs: Er machte als Mathematik-Professor Karriere, förderte das Uhrengewerbe der Region und schuf ein technisches Meisterwerk, das bis heute fasziniert. Es war die Zeit, in der Immanuel Kant die Grenzen des Wissens […]

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Kesslers Sekt und die Buhlbach-Story

Der „Buhlbacher Schlegel“ war im 19. Jahrhundert ein sagenhafter Erfolg: Die ungewöhnlich druckresistente Champagnerflasche, die in Buhlbach (Baiersbronn) produziert wurde, war den damaligen Konkurrenzprodukten um Längen überlegen. Durch ihre Kooperation mit der Sektkellerei Kessler gelang es der Buhlbacher Glashütte, zu einem der frühen „Global Player“ aus dem deutschen Südwesten aufzusteigen. Der Champagner war eine – […]

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„True Crime“ am Oberrhein – historische Mordfälle aus der Provinz

Früher war die Welt noch in Ordnung? Erst recht auf dem Land? Ganz so einfach ist es nicht. Dass die vorindustrielle Zeit für viele Menschen von Armut, Hunger und Elend geprägt war, ist kein Geheimnis. Und auch Gewaltverbrechen bis hin zum Mord waren selbst in beschaulichen ländlichen Ortschaften nicht so selten, wie man glauben könnte. […]

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Von Rexingen nach Shavei Zion – eine deutsch-jüdische Geschichte

Im kleinen Ort Rexingen am östlichen Schwarzwaldrand gab es drei Jahrhunderte lang eine große jüdische Gemeinde. Die NS-Zeit machte ihr ein bitteres Ende: Die Rexinger Juden flohen oder wurden ermordet. Doch die 1938 verwüstete Synagoge steht noch heute – und ein Förderverein kämpfte in den 1990er Jahren dafür, sie zu einem Ort der Erinnerung zu […]

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Wer erfand den Schwarzwald?

Eine Ausstellung im Freiburger Augustinermuseum wagt eine Antwort: Es war der Kunstmaler Wilhelm Hasemann (1850-1913). Natürlich existierte der Schwarzwald lange, bevor der aus Preußen stammende Künstler seinen Fuß in die Region setzte. Doch die Freiburger Ausstellung vertritt die These, dass Hasemann nachhaltigen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung hatte: indem er das Bild prägte, das sich […]

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Hauffs Schwarzwald-Märchen: Das kalte Herz

Ein Märchen, das eigentlich keines ist? Der gängigen Definition nach ist die Handlung eines Märchens nicht zeitlich einzuordnen – und im Unterschied zu Sage oder Legende fehlt jeglicher Bezug zu realen Orten. Doch im Hauff-Märchen „Das kalte Herz“ steht die Ortsangabe gleich am Anfang: „Wer durch Schwaben reist, der sollte nie vergessen, auch ein wenig […]

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Die Schatten des Krieges – Hemingway im Schwarzwald

Im August 1922 fuhren drei amerikanische Pärchen, mit dem Zug aus Straßburg kommend, nach Triberg. Das Ziel: ein Wanderurlaub im Schwarzwald. Unter den jungen Ausflüglern war der 23-jährige Ernest Hemingway – späterer Literatur-Nobelpreisträger, doch damals noch gänzlich unbekannt. Hemingway (1899–1961) war gerade frisch verheiratet und arbeitete als Auslandskorrespondent des „Toronto Star“ in Paris. Die Reise […]

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Von Kiew in den Schwarzwald – der erstaunliche Lebensweg eines Schachmeisters

Schon am Vorabend des Ersten Weltkriegs zählte der ukrainische Schachmeister Efim Bogoljubow, damals 25 Jahre alt, zu den stärksten Spielern der Welt. Bei Kriegsbeginn 1914 nahm sein Leben eine abrupte Wendung: Das Schicksal verschlug ihn nach Triberg im Schwarzwald. 1889 geboren, war Efim Bogoljubow als Sohn eines griechisch-orthodoxen Priesters in der Nähe von Kiew aufgewachsen […]

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Der König der Züge

Morgens um 7.30 Uhr verließ der „König der Züge“ Paris. Laut Fahrplan von 1905 überquerte er nach sechs Stunden und 43 Minuten die französisch-deutsche Grenze bei Avricourt. Um halb vier Uhr nachmittags ließ er Straßburg hinter sich und überschritt unter Dampfen und Getöse den Rhein. Erster rechtsrheinischer Halt war Baden-Baden. Die mondäne Kurstadt war ein […]

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